Hallo Heise?

Auch der Heise-Verlag hat die sogenannte Hamburger-Erklärung unterzeichnet. Mit dieser Erklärung fordern die Verlage einen besseren Schutz ihrer Rechte im Internet.

Das Internet ist für den Journalismus eine große Chance. Aber nur, wenn die wirtschaftliche Basis auch in den digitalen Vertriebskanälen gesichert bleibt. Das ist derzeit nicht der Fall.

Übersetzung: Wir sehen die Möglichkeit viel Geld zu verdienen. Aber wenn die Menschen den Mist nicht kaufen, dann funktioniert das natürlich nicht.

Freier Zugang zu Webseiten bedeutet nicht zwingend kostenlosen Zugang

Mein Favorit, ich versteh den Satz nämlich nicht. Wie soll den ein freier, aber nicht kostenloser Zugang funktionieren? Oder ist das ein Verleger-Koan?

Im Internet darf es keine rechtsfreien Zonen geben

Autsch, das ausgerechnet Heise so einen Quatsch unterzeichnet ist wirklich finster.

Am Ende muss auch im World Wide Web gelten: Keine Demokratie gedeiht ohne unabhängigen Journalismus.

Gibt es im Internet einen unabhängigen , kritischen Journalismus? Ein Großteil der Pressearbeit scheint im Abschreiben von Presseerklärungen, Agenturmeldungen und Wikipedia-Artikeln zu bestehen. Ich zitiere mal Volker Pispers: „Das einzige, was an diesem Journalismus noch kritisch ist, ist sein Geisteszustand.“

Ein Kommentator im Heise-Forum hat sich mit dieser Erklärung beschäftigt und mit Bezug zu Heise bewertet. Daher seine Frage: „Hallo Heise? Was wollt ausgerechnet IHR mit dieser Erklärung bezwecken?“ (via Archivalia)

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