Der Opel-Deal

Nun hat sich GM also für den Verkauf an Magna entschieden. Und was sagen die Abgesandten der Bundesregierung? Sie sind gegen den Verkauf.

Beiratsmitglied Manfred Wennemer, früher Vorstandsvorsitzender des Reifenherstellers Continental, sagte anschießend, wenn der Geschäftsplan der neuen Gesellschaft erfüllt werde, müsse sie 2011 Insolvenz anmelden. Davor könnte sie nur eine Änderung des Insolvenzrechtes schützen. Opel sei auch mit neuen Eigentümer zu klein, produziere an falschen Standorten und mit zu hohen Kosten. Hinzu komme: „Das gesamte Risiko liegt auf den Schultern der Steuerzahler.“

Ach so, wenn das Risiko beim Steuerzahler liegt, dann ist es doch kein Risiko.

Und der zweite Vertreter Dirk Pfeil stellt fest:

Ich hätte mich für die Aufgabe nicht bereit gefunden, wenn ich gewusst hätte, das politisch entschieden wird und nicht nach betriebswirtschaftlichen Kriterien.

Da ist es ja schon fast erfreulich, dass nun die EU noch was zum Thema beitragen möchte.

Nach der Entscheidung des GM-Verwaltungsrates wird die EU plötzlich hellhörig: Die Europäische Kommission hat die Industrieminister einberufen – und prüft nun, ob Opel von unerlaubten Beihilfen profitiert. Vor allem Belgien macht Druck, weil es nach dem Magna-Plan sein Antwerpener Werk verliert. Am Ende könnte der ganze Deal platzen.

(via Reizzentrum)

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