Nachschlag zur Finanzkrise

Heribert Prantl hat in der SZ einen wundervollen Kommentar zur juristischen Aufarbeitung der Finanzkrise geschrieben und fragt sich zu Recht, warum plötzlich niemand persönlich für den Schaden haftet.

Der Verfassungsgerichtshof Sachsen hat in einem Urteil vom 28. August 2009 über das Geschäftsgebaren der Landesbank festgestellt: „Die…Betätigung der Sachsen LB auf den Kapitalmärkten war von ihren gesetzlichen Aufgaben nicht mehr gedeckt.“ Nicht gedeckt: An sieben sehr markanten Stellen im Urteil werden solche Gesetzesverstöße festgestellt. Warum sollen dann pflichtvergessene Vorstände und fahrlässige Aufsichtsorgane nicht auf Schadenersatz haften?

Er hat Recht, kaum hat der Steuerzahler den Schaden bezahlt, gehen die Banker wieder zum Altag über und spielen aufs neue mit unserem Geld. Jetzt wissen sie ja, dass ihnen nichts passiert und ihnen auch niemand ihr Spielzeug weg nimmt. Systemimmanent halt.

Eine Antwort zu Nachschlag zur Finanzkrise

  1. twitgeridoo sagt:

    Volle Zustimmung!

    Das Wort systemimmanent kannte ich noch gar nicht.. Hab’s mal nachgeschlagen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Systemimmanent

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