Unbekannte Menschenart in Sibirien?

27. März 2010

In der Zeitschrift Nature berichten Wissenschaftler über eine mtDNA Analyse, die an einem 40.000 Jahre alten Knochenfund aus Sibirien vorgenommen wurde. Und das Ergebnis der Analyse ist verblüffend, denn die gefundene Mitochondrial-DNA scheint weder zu einem Neandertaler noch zu einem Homo sapiens zu gehören.

With the exception of Neanderthals, from which DNA sequences of numerous individuals have now been determined1, the number and genetic relationships of other hominin lineages are largely unknown. Here we report a complete mitochondrial (mt) DNA sequence retrieved from a bone excavated in 2008 in Denisova Cave in the Altai Mountains in southern Siberia. It represents a hitherto unmögliche Erklärungenknown type of hominin mtDNA that shares a common ancestor with anatomically modern human and Neanderthal mtDNAs about 1.0 million years ago. This indicates that it derives from a hominin migration out of Africa distinct from that of the ancestors of Neanderthals and of modern humans. The stratigraphy of the cave where the bone was found suggests that the Denisova hominin lived close in time and space with Neanderthals as well as with modern humans

Allerdings sind die Forscher noch nicht bereit tatsächlich von einer neuen Menschenart zu sprechen, denn es gibt noch weitere mögliche Erklärungen.

Sehr beeindruckend finde ich aber eine Grafik, die zu dem Artikel gehört und die die Verwandtschaft zwischen verschiedenen Menschenfunden darstellt.

Stammbaum

Verwandschaft des Denisova-Menschen zu Homo Sapiens und Neandertaler


Überwachungskameras verhindern kein Verbrechen

15. März 2010

Fefe hat geschrieben, dass gerade Werbung für Überwachungsmaßnahmen gemacht wird.

Fällt euch das auch auf, wie sehr sich gerade die Pressemeldungen häufen, dass Kameraüberwachung und Rasterfahndung eigentlich doch ganz toll sind? Ich will mal zwei herausgreifen, um den Trend zu illustrieren:

1. Wie toll Dubai die Mossad-Mörder verfolgen kann, weil sie so umfassende Videoaufzeichnungen aller Passagiere haben

Aber ich bin nach einem Text von Bruce Schneier der Meinung, dass der Mord in Dubai eigentlich ein Argument gegen die Überwachung ist.

On January 19, a team of at least 15 people assassinated Hamas leader Mahmoud al-Mabhouh. The Dubai police released video footage of 11 of them. While it was obviously a very professional operation, the 27 minutes of video is fascinating in its banality. Team members walk through the airport, check in and out of hotels, get in and out of taxis. They make no effort to hide themselves from the cameras, sometimes seeming to stare directly into them. They obviously don’t care that they’re being recorded, and — in fact — the cameras didn’t prevent the assassination, nor as far as we know have they helped as yet in identifying the killers.

(Hervorhebung von mir.)

Wenn die fast flächendeckende Kameraüberwachung in Dubai nicht einmal einen Mord verhindern kann, dann sollte doch klar sein, dass auch ein Verbrechen oder ein Terroranschlag bei uns nicht durch Kameras verhindert werden kann.