Klage gegen „Girls Gone Wild“ gescheitert

31. Juli 2010

Eine nur als Jane Doe bekannte Frau ist mit einer Schadensersatzklage gegen die Macher der „Girls Gone Wild“ Film-Reihe gescheitert. In den Filmen dieser Serien geht es darum, dass Frauen unter Alkoholeinfluss möglichst unbekleidet gefilmt werden.
Der Klägerin wurde nach eigenen Angaben gegen ihren Willen das Top vor laufender Kamera herunter gezogen, obwohl sie es zuvor abgelehnt hatte, dies selbst zu tun. Nachdem sie nun erfahren hat, dass die Szene tatsächlich veröffentlicht wurde, hat sie die Macher auf 5 Millionen Dollar verklagt. Die Klage wurde abgewiesen.

Die Begründung der Jury ist ein Schritt zurück in die Steinzeit.

But Patrick O’Brien, the jury foreman, told a reporter later that an 11-member majority decided that Doe had in effect consented by being in the bar and dancing for the photographer. In a trial such as this one, agreement by nine of 12 jurors is enough for a verdict.
„Through her actions, she gave implied consent,“ O’Brien said. „She was really playing to the camera. She knew what she was doing.“

Das Argument kenne ich von früher aus Vergewaltigungsfällen. Da war die Frau auch selbst schuld, weil sie einen kurzen Rock oder ähnliches getragen hat. Widerlich.

Das Fazit für Frauen muss also lauten:
Frauen, die in eine Bar Spaß haben und tanzen, sind damit einverstanden, wenn ihnen jemand das Top runter zieht, sie dabei filmt und den Film dann verkauft.

(via blaghag.com)